| USA-TRIP.DE - Die Vulkanriesen des Kaskadengebirges | ||||||||||||||||||||
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Natursehenswürdigkeiten
und -phänomene im Westen der USA
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![]() Natural Bridge im Bryce Canyon N.P. (© LSRB-Verlag, Witzenhausen, 2000) |
Das
Colorado Plateau im Südwesten der USA ist im Tertiär, im Zuge
tektonischer und gebirgsbildender Vorgänge, unterschiedlich
stark gehoben worden. Dabei sind in einigen Bereichen des
Plateaus die ehemals flach lagernden, aus festländischen
Verwitterungsmaterialien, marinen Sedimenten oder Seesedimenten
bestehenden Gesteinsschichten gekippt worden. Im Zuge von
Verwitterungs- und Abtragungsvorgängen haben sich
Schichtstufenlandschaften mit z.T. sehr stark erodierten und
aufgelösten Stufenrändern ausgebildet.
Schichtstufen konnten sich unter den wechselfeucht-tropischen Klimabedingungen des Tertiärs bilden. Der Abdachung des gehobenen Colorado Plateaus folgend, haben die während der niederschlagsreicheren Jahreszeit schichtflutartig abfließenden Wassermassen die Landoberfläche flächenhaft erniedrigt und dabei Härteunterschiede des Gesteins herauspräpariert. |
Überall
dort, wo eine härtere Gesteinsschicht an der Oberfläche ausstreicht,
bildete sich im Laufe der Zeit durch fortschreitende Erosions- und
Abtragungsprozesse eine Geländestufe aus. Die umliegenden weicheren
Gesteinsschichten konnten stärker abgetragen und ausgeräumt werden,
so daß die härtere, widerstandsfähige Schicht immer deutlicher
hervortrat, bis hin zu einer mehrere hundert Meter hohen, über die im
Bereich weicherer Gesteinsschichten ausgebildeten Schichtstufenfläche
herausragende Stufe.
Durch einen Klimawechsel am Ende des Tertiärs (vor ca. 2,5 Mio.
Jahren), vom Pliozän zum Pleistozän, kam es zur Auflösung und
erosiven Zerschneidung der Stufenhänge.

Bryce Canyon N.P. auf
dem Colorado Plateau
( © LSRB-Verlag, Witzenhausen, 2000)
Von den
Stufenflächen abrinnende Niederschlagswasser haben im Laufe der Zeit
in den Stufenhängen ein weitverzweigtes Labyrinth von Erosionskerben
geschaffen, die den Stufenhang zerrachelt und zerrunst haben und dabei
wie im Bryce Canyon N.P. bizarre Steinsäulen und -türmchen aus den
wechselharten Seesedimenten des Pink Cliffs herausmodelliert haben.
Die Form der Türmchen beruht auf Härteunterschieden im Gestein, die
wiederum im Zusammenhang mit der Sedimentation stehen, bei der sich
zuerst die größeren, schwereren Sande und zuletzt die leichteren
Tone abgesetzt haben. Im Bereich weicherer Gesteinspartien werden die
Türme schmaler und weiten sich im Bereich einer härteren
Gesteinspartie aus.
Beimengungen von Eisenoxid lassen das Gestein rötlich erscheinen. Je
nach Konzentration der Eisenoxidbeimengungen kann das Gestein eine
schwarze, braune, rosa oder gelbe Färbung aufweisen. Ein im Stein
vorhandener Kupfergehalt verleiht dem Gestein eine grüne Färbung,
Manganeisen hingegen ergibt eine purpurne Färbung. Weiß erscheinen
entweder kalkhaltige Schichten oder stärker ausgewaschene Schichten,
wo das Eisen mit dem Niederschlagswasser ausgewaschen worden ist.
Oberflächlich können die hellen Schichten allerdings von roten Zonen
übertüncht sein, was mit der Auswaschung darüberliegender roter
Gesteinszonen zusammenhängt. Dieses Phänomen findet man allerdings
nicht nur im Bryce Canyon N.P., sondern auch an vielen anderen Felswänden,
wie beispielsweise im Zion N.P. .
Dieser
Artikel stammt aus dem Buch:
Nordamerika (Alaska • West-Kanada • USA-Weststaaten)
aus der Reihe Landschafts-Studien-Reiseführer des LSRB-Verlages