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Letzte Aktualisierung:
20 März 2001 durch webmaster@usa-reise.de

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Natursehenswürdigkeiten und -phänomene im Westen der USA
Die Steinsäulen und -türmchen im Bryce Canyon N.P.


Natural Bridge im Bryce Canyon N.P.
 (© LSRB-Verlag, Witzenhausen, 2000)
Das Colorado Plateau im Südwesten der USA ist im Tertiär, im Zuge tektonischer und gebirgsbildender Vorgänge, unterschiedlich stark gehoben worden. Dabei sind in einigen Bereichen des Plateaus die ehemals flach lagernden, aus festländischen Verwitterungsmaterialien, marinen Sedimenten oder Seesedimenten bestehenden Gesteinsschichten gekippt worden. Im Zuge von Verwitterungs- und Abtragungsvorgängen haben sich Schichtstufenlandschaften mit z.T. sehr stark erodierten und aufgelösten Stufenrändern ausgebildet.

Schichtstufen konnten sich unter den wechselfeucht-tropischen Klimabedingungen des Tertiärs bilden. Der Abdachung des gehobenen Colorado Plateaus folgend, haben die während der niederschlagsreicheren Jahreszeit schichtflutartig abfließenden Wassermassen die Landoberfläche flächenhaft erniedrigt und dabei Härteunterschiede des Gesteins herauspräpariert.

Überall dort, wo eine härtere Gesteinsschicht an der Oberfläche ausstreicht, bildete sich im Laufe der Zeit durch fortschreitende Erosions- und Abtragungsprozesse eine Geländestufe aus. Die umliegenden weicheren Gesteinsschichten konnten stärker abgetragen und ausgeräumt werden, so daß die härtere, widerstandsfähige Schicht immer deutlicher hervortrat, bis hin zu einer mehrere hundert Meter hohen, über die im Bereich weicherer Gesteinsschichten ausgebildeten Schichtstufenfläche herausragende Stufe.

Durch einen Klimawechsel am Ende des Tertiärs (vor ca. 2,5 Mio. Jahren), vom Pliozän zum Pleistozän, kam es zur Auflösung und erosiven Zerschneidung der Stufenhänge.


Bryce Canyon N.P. auf dem Colorado Plateau
( © LSRB-Verlag, Witzenhausen, 2000)

Von den Stufenflächen abrinnende Niederschlagswasser haben im Laufe der Zeit in den Stufenhängen ein weitverzweigtes Labyrinth von Erosionskerben geschaffen, die den Stufenhang zerrachelt und zerrunst haben und dabei wie im Bryce Canyon N.P. bizarre Steinsäulen und -türmchen aus den wechselharten Seesedimenten des Pink Cliffs herausmodelliert haben. Die Form der Türmchen beruht auf Härteunterschieden im Gestein, die wiederum im Zusammenhang mit der Sedimentation stehen, bei der sich zuerst die größeren, schwereren Sande und zuletzt die leichteren Tone abgesetzt haben. Im Bereich weicherer Gesteinspartien werden die Türme schmaler und weiten sich im Bereich einer härteren Gesteinspartie aus.

Beimengungen von Eisenoxid lassen das Gestein rötlich erscheinen. Je nach Konzentration der Eisenoxidbeimengungen kann das Gestein eine schwarze, braune, rosa oder gelbe Färbung aufweisen. Ein im Stein vorhandener Kupfergehalt verleiht dem Gestein eine grüne Färbung, Manganeisen hingegen ergibt eine purpurne Färbung. Weiß erscheinen entweder kalkhaltige Schichten oder stärker ausgewaschene Schichten, wo das Eisen mit dem Niederschlagswasser ausgewaschen worden ist. Oberflächlich können die hellen Schichten allerdings von roten Zonen übertüncht sein, was mit der Auswaschung darüberliegender roter Gesteinszonen zusammenhängt. Dieses Phänomen findet man allerdings nicht nur im Bryce Canyon N.P., sondern auch an vielen anderen Felswänden, wie beispielsweise im Zion N.P. .


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