| USA-TRIP.DE - Die abenteuerliche Reise zu Carl Zuckmayers Ziegenfarm | |||||||||||||||||||
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zurück - Inhaltsverzeichnis - weiter Gerd Küppers
- 4000 Meilen als Tramper durch die USA 6. Zwei freundliche Staatsbeamte Und wieder stand ich in der heißen Sonne. New Orleans schien mir unendlich fern. Doch heute wollte ich wandern, um die Eindrücke der nächtlichen Party zu verarbeiten. Ohne Eile trottete ich am Highway entlang, bis ein Streifenwagen der Highway-Patrol anhielt. Der Polizist kontrollierte meinen Paß, dann bot er mir an, ich könne bis zur nächsten Ausfahrt mitfahren. Aber ich lehnte das ab, wollte einfach nur meine Ruhe haben. So ging ich ein Stück landeinwärts, streifte in einem mir völlig unbekannten Gebiet umher und war zufrieden. Erst am Nachmittag wanderte ich an den Highway zurück, zu jener Stelle, an der mich der Polizist angehalten hatte. Bald schon bekam ich einen Lift durch Washington D.C. Dieses Washington wollte ich nicht sehen, ich kannte es ja schon bestens aus dem Fernsehen. Der Fahrer war Regierungsbeamter, was er hervorhob, brachte mich bis in die Nähe von Richmond, Virginia. Immer wieder betonte der Mann, daß Trampen eigentlich sehr gefährlich sei. Man müsse sich schon in acht nehmen. Daß er mich mitnehme, sei schon fast eine Vorsichtsmaßnahme. Ob ich denn wisse, was hier an den Straßen schon alles passiert sei. Ob ich denn der Highway-Patrol noch nicht aufgefallen wäre. Man müsse sich hier sowohl vor der Polizei wie auch vor den Gangstern in acht nehmen." Der belehrende Tonfall regte mich auf. Ich sagte ihm, daß es auch verboten sei, Tramper mitzunehmen. Und vor Trampern müsse man sich ebenso in acht nehmen wie vor der Polizei. Der Mann schüttelte den Kopf und sagte: "Ich meine es doch nur gut". Dann fuhr er fort mit seinen Belehrungen und schaute mich von der Seite immer wieder prüfend an. Irgendwann schlief ich ein. Auf einem großen Truckstop in Richmont, Virginia weckte mich der Fahrer. Mit einem süßsauren Lächeln gab er mir noch den Tip, ich solle die LKW-Fahrer direkt ansprechen. "Jeder Mensch wird gern persönlich angesprochen, nicht wahr?", sagte er zum Abschied. Mich ärgerte dieser Klugscheißer. Ich war froh, als ich die Rücklichter seines Wagens von weitem sah. zurück - Inhaltsverzeichnis - weiter
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