Logo
Zurück  Vorwärts   Suche  E-Mail USA-TRIP.DE - Die abenteuerliche Reise zu Carl Zuckmayers Ziegenfarm
Home
Online-Buchung
Forum
Fotogalerie
InfoPool
Magazin
Reisetipps
Buchtipps
American Life
Leben & Arbeiten
Shop
Links
Das Letzte



[
erweiterte Suche]


Letzte Aktualisierung:
20 März 2001 durch webmaster@usa-reise.de

Alle Seiten ©
InfoPool® 1999

zurück - Inhaltsverzeichnis - weiter

Gerd Küppers -
die abenteuerliche Reise zu Carl Zuckmayers Ziegenfarm

4000 Meilen als Tramper durch die USA

15. Im Obdachlosenasyl von Columbia

Ich verbrachte ein paar ruhige Tage in Columbia bei Charmaine, die ebenfalls Counselorin im Camp war. Wir hatten Sympathie füreinander, mehr aber nicht. Sie wohnte in einem Studentenwohnheim der Columbia-Universität..

Charmaine meinte, ich solle doch bei den "every-day-people" übernachten. Das sei eine Organisation, die Nichtseßhafte aufnehme. Für einen Dollar pro Nacht habe man da ein Dach über dem Kopf.

Also meldete ich mich 4 Tage nacheinander obdachlos und schlief neben 15 Pennern und gestrandeten Existenzen auf einer bereitgestellten Luftmatratze, die einfach auf den Boden gelegt wurde.

Beaufsichtigt wurden wir von einem Sozialarbeiter, der mitten in dem Raum an seinem Schreibtisch saß. Es ging lebhaft zu in diesem Raum, aber keineswegs chaotisch.

Tagsüber erkundete ich die Gegend.

In der Stadt fand ich eine Plastikbox, in der ich meine Papiere aufbewahren wollte. Diese Box höhlte ich während eines Spaziergangs am Rande der Stadt mit meinem Fahrtenmesser aus.

Am späten Nachmittag ging ich zur Post, schrieb dort einen Brief nach Hause. Als die Schalter schlossen, hielten mich zwei Polizisten in Zivil fest. Nach Prüfung der Ausweispapiere fragten sie mich, ob ich heute meine Kleidung gewechselt hätte. Ich verneinte. Sie betrachteten mich mißtrauisch von oben bis unten, stellten noch ein paar Fragen zum Wohnsitz. Ich sagte, ich wohne bei den "every-day-people". Dann wollten sie meine Box sehen, die ich ausgehöhlt hatte. Ich zeigte sie ihnen und erklärte den Sinn des Ganzen.

Sie nickten, fanden die Idee auch gut. Dann ließen sie mich wieder gehen. Warum ich festgehalten wurde, weiß ich bis heute nicht.

Vielleicht war ich ihnen als neuer Streuner in der Stadt aufgefallen und wollten mich einmal checken.

zurück - Inhaltsverzeichnis - weiter